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Kooperative Lernformen


1. Was sind kooperative Lernformen?

Kooperative Lernformen können fachliche und gleichzeitig überfachliche Kompetenzen vermittelt. Zu den überfachlichen Kompetenzen zählen:

  • die Fähigkeit mit anderen zusammenzuarbeiten und Unterschiedlichkeit zu nutzen

  • die Fähigkeit des gegenseitigen Erklärens bzw. Vorstellens und des Zuhörens bzw. Verstehens von Wissen

  • die Kompetenz Probleme zu erkennen, Problemlösestrategien zu erarbeiten und anzueignen

  • die Fähigkeit Lernprozesse selbst regulieren zu können.

Diese Kompetenzen sind in hohem Maße in unserer heutigen Berufswelt notwendig (Kommunikation und Teamfähigkeit).

2. Welche Vorteile bieten kooperative Lernformen?

Im Idealfall arbeiten Schülerinnen und Schüler durch die kooperativen Lernformen sozialer und übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Lernen und den Lernerfolg der Gruppe. Starke Schülerinnen und Schüler profitieren durch das Erklären und vertiefen so ihr Wissen nachhaltig. Schwächeren Schülerinnen und Schülern werden neues Wissen und neue Strategien in „Schülersprache“ und auf „Schülerniveau“ erklärt, was häufig gut verstanden wird.

Durch die kooperativen Lernformen können Schülerinnen und Schüler ihre Stärken in die Gruppe einbringen und entwickeln eher Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Insgesamt kann die Lernmotivation steigen.

Lernt eine Schülerin oder ein Schüler langfristig und regelmäßig auch mit den kooperativen Lernformen, so kann die Lernmotivation steigen und die sozialen Beziehungen in einer Lerngruppe können sich sehr verbessern.

3. Wann kommen kooperative Lernformen an der RS-Mark zum Einsatz?

Immer dann, wenn neben den Fachinhalten auch die überfachlichen Kompetenzen (s. dort) zum Lernziel werden sollen, setzt die Lehrkraft eine der kooperative Lernformen ein. Die Häufigkeit des Einsatzes variiert von Fach zu Fach und innerhalb der Jahrgangsstufen.

So ist z.B. das Rollenspiel eher ungeeignet im Chemieunterricht, aber fester Bestandteil des Sozialwissenschaftsunterrichts und der Streitschlichter-Ausbildung. Das Partnerpuzzle und Placemat findet allerdings breiten Einsatz in allen Stufen und Fächern.

4. Wie sind die kooperativen Lernformen strukturiert?

In der Regel bestehen die kooperativen Lernformen aus einem Unterrichtsbaustein nach festen vorgegebenen Strukturen. Stets beginnt eine kooperative Lernform mit Einzelarbeit und geht dann in eine Ausstausch-situation in einer Kleingruppe über, in der die einzelnen Schülerinnen und Schüler voneinander abhängig und gegenseitig für den Lernerfolg verantwortlich sind. Anschließend erfolgt wieder eine Einzelarbeit oder Überprüfungssituation.

5. Welche Lernformen wenden wir hauptsächlich an?

Die RS-Mark hat sich auf Galleriegang, Gruppenpuzzle, Lerntempoduett, Paarweises Lesen/Reziprokes Lesen/Fehlerlesen, Partnerpuzzle, Placemat und Rollenspiel als Schwerpunkt geeinigt. In einigen Fächern und bei manchen Kollegen finden sich, je nach didaktischer Situation, auch weitere Schwerpunkte.

6. Fortbildung und Evaluation

In einer zweijährigen Lehrerfortbildung haben die Kolleginnen und Kollegen der RS-Mark sich vor ca. 5 Jahren intensiv in die Thematik eingearbeitet und die kooperative Lernformen in den schulinternen Lehrplan integriert. Spätestens seit der Zeit werden die kooperativen Lernformen in allen Fächern angewendet.

Inzwischen haben einzelne Evaluationen einige der Vorteile belegen können. Die  Schwerpunktsetzungen sind überprüft und angepasst worden.

   

Wetter  

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