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November 2017
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Anstehende Termine  

29. 11. 17, 15:00-18:00 Uhr
Tag der offenen Tür
   

 Das Beratungskonzept der Realschule Mark


1. Allgemeine Ziele und Aufgaben

Viele Beratungsanlässe sind komplex und spiegeln zunehmend die Orientierungsschwierigkeiten in der Schullaufbahn-, Berufs- und Lebensplanung von Eltern sowie Schülerinnen und Schülern wider. Der daraus wachsende Beratungsbedarf erfordert eine effiziente Beratung mit unterschiedlichen Akzenten.
Nicht das schnelle Weiterreichen des Ratsuchenden an professionelle Beratungsagenturen außerhalb der Schule, sondern strukturierte Beratungsangebote durch alle Kolleginnen und Kollegen sowie das Hereinholen von Experten in die Schule erleichtern einen zeitnahen und nachhaltigen Beratungs- und Unterstützungsprozess. Dabei ist es erforderlich, dass alle Beteiligten in der Schule von der klassischen Beratung über Präventionsarbeit bis hin zu nachhaltigen Unterstützungs- und Fördermaßnahmen so eng miteinander zusammenarbeiten, wie es ihre spezifische Rolle und ihre Möglichkeiten zulassen. Auch zu den externen Beratungseinrichtungen sind stabile und beständige Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.
Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte erwarten zu Recht ein umfassendes und schnell erreichbares Beratungsangebot, um bei Problemen angemessene Lösungen zu finden. Nach Möglichkeit sollte zunächst der Klassenlehrer, die Klassenlehrerin, Ansprechpartner für die Schüler- und Elternschaft bei bestehenden Problemlagen sein. Die Kollegen und Kolleginnen versuchen Fragen vorab zu klären, Lösungen zu finden oder vermitteln bei Bedarf weiter.

Praxisgerechte Lösungen, die intern oder extern anzustreben sind, sind das Ziel. Dies gilt auch bei der Beratung von Kolleginnen und Kollegen in erzieherischen, unterrichtspraktischen, … Fragen.

2. Grundlegende Prinzipien der Beratung

Zu beratende Personen sind in Abhängigkeit von ihrem Erkenntnis- und Reflexionsstand Experten im Hinblick auf die Einschätzung ihrer eigenen Situation, da sie über die bestmöglichen Kenntnisse der Sachlage verfügen. Die Verantwortung für das eigene Handlungsfeld bleibt bei der jeweiligen Person.
Beratung ist ein Angebot und basiert auf Freiwilligkeit. Erzwungene Beratung trägt keine Früchte. Wer nichts ändern will, wird seinen Problemen treu sein.

Der Berater ist geschützt vor allumfassender Zuständigkeit und damit vor der alleinigen Verantwortung für das Problem. Es handelt sich vielmehr um eine geteilte Verantwortlichkeit aller Beteiligten. Lösungen und nächste Handlungsschritte bedürfen des Konsenses. Ratschläge und Rezepte sind verständlicherweise oft erwünscht, aber wenig hilfreich. Für Prozessentwicklung und Erfolg sind alle Beteiligten gemeinsam verantwortlich. Der Berater hat die notwendige Aufgabe, den Beratungsprozess zu moderieren und zu strukturieren, um zu möglichst klaren und eindeutigen Absprachen und Aufgabenverteilungen zu kommen.

Grundsätzlich müssen sich ratsuchende Personen der Verschwiegenheit der Berater sicher sein.


3. Wer berät wen in welchen Fällen

Die an der Beratung Beteiligten respektieren die Verantwortungsstruktur innerhalb des Schulsystems. Jeder berät in seinem Aufgabenfeld und ist zunächst für seinen Bereich verantwortlich.

3.1  Klassenlehrkräfte

Grundsätzlich sind die KlassenlehrerInnen für mehrere Fächer und darüber hinaus für alle Klassenangelegenheiten die ersten Ansprechpartner für alle Beteiligten. Sie sind zuständig und verantwortlich für die Beratung ihrer SchülerInnen und für die Bearbeitung pädagogischer Probleme in der Klasse. Insbesondere beraten sie SchülerInnen und Eltern bei Leistungsschwächen und Verhaltensauffälligkeiten, hinsichtlich der Schullaufbahn und informieren Fachlehrer über mögliche Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten bzw. Leistungsschwächen. Ebenso beraten und unterstützen sie die Schüler- und Elternvertreter der Klasse.
Die individuelle Lernentwicklung wird von ihnen aufmerksam verfolgt und ggf. werden strukturierte Hinweise zur Förderung gegeben.
Die Fachlehrkräfte sind ebenso wie die KlassenlehrerInnen in den Beratungsprozess eingebunden und nehmen ihre Beratungstätigkeit gegenüber SchülerInnen und Eltern selbstständig wahr. In den Fällen, in denen sie davon ausgehen können, dass Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Bereich bzw. im Leistungsverhalten einzelner SchülerInnen nicht nur den eigenen Unterricht betreffen und in solchen Fällen, in denen Gruppen von SchülerInnen diese Auffälligkeiten zeigen, nehmen sie Kontakt zum Klassenlehrer/ zur Klassenlehrerin auf und stimmen mit ihr / ihm das weitere Vorgehen ab.

3.2  Schulleitung

Die Schulleitung (Frau Zerbo-Jonigk, Herr Westhoff, Frau Dunker-Schade) ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für Ratsuchende im Schulbetrieb. Einerseits ist die Schulleitung selbst beratend tätig bei SchülerInnen, KollegInnen und Eltern, andererseits stellt sie aber auch wichtige Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen her. Ihr direktes Eingreifen in Konflikte bietet eine besondere Wichtigkeit.
Grundsätzliche Beratungsaufgaben der Schulleitung bestehen bei der Schüler-aufnahme, der Klassenbildung, in Lehrer-, Schul- und Teilkonferenzen, bei der Schullaufbahnberatung und insbesondere in der Konfliktberatung und -schlichtung.

3.3  SV-Beratungskräfte (Vertrauenslehrer)

Die SV-Beratungslehrkräfte Frau Dütz und Herr Ludwig nehmen wichtige Beratungsaufgaben innerhalb der Schulgemeinschaft wahr. Sie betreuen die Wahl der Schülervertretung und unterstützt die Schülervertretung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und bei besonderen Projekten. Diese Lehrkräfte können auch bei persönlichen und schulischen Problemen von den SchülerInnen angesprochen werden und sie vermitteln ggf. zwischen SchülerInnen und Lehrkräften.

3.4  Studien- und Berufsorientierungsberater

Die StuBos Herr Heinlein und Frau Schütte koordinieren die gesamten Beratungsaufgaben der Schule im Bereich der Schullaufbahnberatung hinsichtlich der allgemeinen Orientierung der Eltern und Schüler über die verschiedenen Wege im Bildungswesen. Da unsere Entlassschüler und –schülerinnen sich in ganz unterschiedliche anschließende Schulen oder Ausbildungen begeben, ergibt sich hier sowohl eine notwendige Beratung in verschiedenen Berufsfeldern wie auch die Beratung bzgl. des Besuchs eines geeigneten Berufskollegs oder eines Gymnasiums. Einzelheiten dieser Beratung, die auch allgemein und präventiv stattfindet, sind im Berufsorientierungs-konzept dargestellt.

3.5  Beratungslehrerinnen

Die Beratungslehrerinnen Frau Balzer und Frau Jeuschede begleiten die Schülerinnen und Schüler über alle Jahrgänge hinweg. Ebenso werden sie tätig bei der Beratung von Eltern und Lehrerkräften.

Die Beratungslehrerin wird tätig, wenn sie

  • durch andere mit der Beratung befassten Personen in einen bestehenden Beratungsprozess mit einbezogen wird oder

  • selbst einen Beratungsbedarf feststellt.

Therapeutische Maßnahmen werden von der Beratungslehrerin nicht durchgeführt. Sie stellt ggf. Kontakt zu außerschulischen Personen oder Institutionen her. Bei der Beratung in Konfliktfällen ist die Beratungslehrerin dem Standpunkt der Neutralität verpflichtet. Ihre Aufgabe ist in erster Linie Moderation und Vermittlung.

Wichtige Grundprinzipien der Einzelfallberatung sind:

  • dass die zu Beratenden das Angebot freiwillig in Anspruch nehmen

  • dass alle Angaben und Informationen der Schweigepflicht unterliegen, solange es keine eindeutig davon abweichenden Absprachen mit dem zu Beratenden gibt und solange nicht Gefahr im Verzuge ist.

Ziel der Beratung sollte sein, dass die Betroffenen lernen mit ihren Problemen selbstständig umzugehen und diese zu lösen.


4. Externe Beratungsangebote

Die Beratungsstellen vor Ort, unterstützende Institutionen und die therapeutischen Einrichtungen der Stadt und der Umgebung sind den an der Beratung in der Schule Beteiligten bekannt und können ggf. in die Arbeit und in den allgemeinen Informationsaustausch einbezogen werden. Die Ratsuchenden können gewiss sein, dass die Vertraulichkeit gewahrt bleibt.
Mit dem Jugendamt, dem Gesundheitsamt, der Agentur für Arbeit, der Elternschule, der Erziehungsberatungsstelle, dem Schulpsychologischen Dienst, dem SPLZ, verschiedenen Förderschulen, ….. wird im Rahmen der Beratungs-aufgaben eng zusammengearbeitet.


5. Regelmäßige Beratungsangebote der Schule

Neben den Elternsprechtagen steht jede Lehrkraft für Elterngespräche nach Terminabsprache zur Verfügung. Die Inhalte der Elterngespräche beschränken sich nicht auf Leistungsauffälligkeiten, sondern umfassen den gesamten Entwicklungsprozess der SchülerInnen auf dem Weg des Erwachsen-Werdens. Beratungsgespräche zur Konfliktlösung finden auf Anregung durch die Schulleitung oder die Klassenlehrkraft für Eltern, KollegInnen und SchülerInnen statt. Auch das Personal der Pädagogischen Übermittagbetreuung steht nachmittags für Beratungen zur Verfügung.
Darüber hinaus stehen die Beratungslehrerinnen Frau Balzer und Frau Jeuschede Eltern, SchülerInnen und Lehrkräften in wöchentlichen Sprechstunden als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Grundsätzlich erhebt dieses Beratungskonzept keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr sollen die häufigsten Wege und Fälle der Beratung aufgezeigt werden, um sicher zu stellen, dass kein Ratsuchender allein gelassen wird!

   
© Realschule Mark

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